Archiv der Projekte des Monats

Hier finden Sie die vergangenen Projekte des Monats, bei denen Sie sich Anregungen holen können. Falls Sie ein Projekt interessiert, können Sie gern den Projektanbieter kontaktieren.

  • Okt. 2017 - Wert der Freiheit - Torgau

    Ein spartenübergreifendes Kooperationsprojekt der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau

    Organisationsform: Unterrichtsgang, Projekttag, Projektwoche

    Zielgruppe: Schüler ab Klasse 7

    Gruppengröße: 1-2 Schulklassen zeitgleich

    Dauer: z.B. 1,5  bis 20h

    Projektbeschreibung

    Bei einem Besuch der Fachberaterin für Kulturelle Bildung in der Gedenkstätte GJWH Torgau im Herbst 2016 reifte die Projektidee, Schülern die Möglichkeit der eigenständigen künstlerischen Auseinandersetzung (Bildnerisch, fotografisch, medial, darstellend, literarisch) mit dem Thema „Wert der Freiheit“ heran.

    Ausgangspunkt ist die Rezeption eines Theaterstückes und der Ausstellung in der Gedenkstätte GJWH in Torgau. Für die Umsetzung entstand die Kooperation mit dem Baff Theater Delitzsch e.V. und dem Schweizerhaus Püchau e.V. Eine erste Zusammenkunft der Kooperationspartner erfolgte bereits im September 2016.

    Aus den Zeitzeugendokumenten der Gedenkstätte sowie den niedergeschriebenen Eindrücken und Gedanken jugendlicher Besucher in der Gedenkstätte, die von der Einrichtung ab September 2016 gesammelt wurden, schrieb die Regisseurin Ulrike Zeitz das Theaterstück  „Durst nach Meer“, das die Berufsschüler der Theaterakademie Sachsen ab September 2017 inszenierten und ab November in der Gedenkstätte und vor 35 Schulklassen im Kulturraum Leipziger Raum aufführen. Dabei fühlte sich die Regisseurin herausgefordert:  „Wert der Freiheit. Dieser Titel alleine schreit eigentlich nach einem Philosophiestudium. Ich habe mich dann auf die Stärke des Theaters besonnen, das mögliche Welten entwerfen kann und erlebbar macht, wie Menschen sich darin behaupten. In diesem Sinne entstand ein Stück, das also keine persönliche Geschichte eines Insassen im Geschlossenen Jugendwerkhof erzählt, sondern ein Stück, das ein fiktives System zeigt und die Konsequenz für menschliches Handeln."

    Artland, eine Insel, welche unter einer großen Kuppel liegt, schützt alle Bewohner vor der verpesteten Luft außerhalb. Der Lebensinhalt eines jeden Artländers: Arbeit, Sport und Sauberkeit!

    Die Berufsschüler der Theaterakademie haben im Vorfeld ihrer Inszenierung die Gedenkstätte in Torgau besucht und sich intensiv mit dem Leben der Insassen des Geschlossenen Jugendwerkhofes beschäftigt. Sie wurden für die Diskussionen mit den Schülern der gemeinbildenden Oberschulen nach den Aufführungen von den Bildungsreferenten der Gedenkstätte geschult und gecoacht.  

    Um den Schulen variable Möglichkeiten der Nutzung des Projektes anzubieten, können die Bildungseinrichtungen sich ihr Paket an Projektbausteinen selbst zusammenstellen.

    • Variante A) in der Gedenkstätte GJWH Torgau direkt in Verbindung mit dem Besuch von Schulklassen
    • Variante B) im Klassenzimmer der Schule, Schulklasse besucht Gedenkstätte danach bzw. davor
    • Variante C) im Klassenzimmer der Schule; die Gedenkstätte kommt mit ihrem mobilen Ausstellungsangebot ebenfalls in die Schule

    Die einzelnen Bausteine können auch zeitlich voneinander variieren. Ausgangspunkt der eigenen künstlerisch kreativen Auseinandersetzung der Schüler ist aber immer die Rezeption des Theaterstücks und der Ausstellungsinhalt der Gedenkstätte des Geschlossenen Jugendwerkhofes Torgau. Die Eindrücke und Gedanken über das Gesehene greifen die Schüler für ihren ganz eigenen kreativen Gestaltungsprozess und geben diesen künstlerisch einen Ausdruck.  Dies kann selbst darstellend (z.B. Film), fotografierend, bildnerisch gestaltend mit ihrer ganz persönlichen Deutung des Wertes Freiheit erfolgen. Eine Auswahl an Ergebnissen wird dann in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof ausgestellt. Auch in diesem Teil des Projektes haben die Schulen die Wahl zwischen mehreren Varianten der Umsetzung:  

    Variante A) Die Schule bestreitet den Projektteil selbst z.B: im Rahmen des Kunstunterrichtes und stellt der Gedenkstätte ausgewählte Ergebnisse zur Verfügung.

    Variante B) Ein Medienpädagoge und eine bildende Künstlerin des Kooperationspartners Schweizerhaus Püchau e.V. führen die künstlerischen Prozesse mit den Schülern durch. Das Angebot kann einen Zeitraum von 1 bis 3 Projekttagen umfassen. Die Ergebnisse werden präsentiert und in ausgewählten Auszügen der Gedenkstätte GJWH zur Verfügung gestellt.

    Durchführende Einrichtungen:

    Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Fischerdörfchen 15, 04860 Torgau, Tel. 03421 714203,  info@jugendwerkhof-torgau.de

    BAFF Theater Delitzsch e.V. Anna Zammert- Straße 1, 04509 Delitzsch, Tel. 034202 360711, info@baff-theater.de

    Schweizerhaus Püchau e.V. , Dögnitzer Straße 7, 04828 Machern OT Püchau, info@schweizerhaus-puechau.de

    Ansprechpartner:

    Gedenkstätte GJHW Torgau - Manuela Rummel, Bildungsreferentin

    BAFF Theater Delitzsch e.V. - Jana Bauke, Leitung

    Schweizerhaus Püchau e.V. - Martina Jacobi, Vorstand

  • Sept. 2017 - Mobile Druckwerkstatt - diverse Orte

    Organisationsform:  Ziel des Projektes ist es, die Buchkinderidee vor Ort dauerhaft zu etablieren. Damit schaffen wir ein Netzwerk der Buchkinder im Kulturraum. Die Arbeit mit den Kindern erfolgt in wöchentlich stattfindenden Kursen.

    Zielgruppe: Kinder und Jugendliche (5-16 Jahre)

    Lehrplan:  Finden des eigenen Ausdrucks, Schrifterwerb, Leseförderung, Förderung von Sozialkompetenz

    Dauer: 3 Monate führen wir den Kurs durch, 3 weitere Monate betreuen wir das Projekt, danach führen die Organisatoren vor Ort die Kurse selbst durch und weiter

    Projektbeschreibung

    Bereits seit 1990 entwickelt sich der Freundeskreis Buchkinder e.V. zusammen mit zahlreichen, meist ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern die Buchkinderidee. Diese steht immer im Zusammenhang mit der pädagogischen Praxis. Sie erfährt entsprechend den örtlichen Gegebenheiten ihre konkrete Anwendung. Deshalb kann sie ab dem frühen Kindesalter in vielen Lebensbereichen zum Einsatz kommen – direkt in den pädagogischen Institutionen wie Kita und Schule; aber auch in der Flüchtlingsarbeit, im Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche sowie für erwachsene Schreib- und BuchgestalterInnen bis zum Rentenalter.

    Immer häufiger wollen Menschen Ähnliches vor Ort auf die Beine stellen, weil sie zunächst von den Ergebnissen dieser Arbeit, den wunderbaren Büchern, begeistert sind.

    Da unsere Arbeit im urbanen Raum nunmehr Bestand hat, tragen wir die Buchkinderidee auch in den ländlichen Raum.

    Zu diesem Zweck geben wir unsere Buchkinderseminare ganz bewusst als Mitmachseminare für Erwachsene. Wir zeigen dabei praktisch auf, wie Kinder innerhalb einer Gruppe eigenständig ihr Buch erarbeiten. So sollen und dürfen die Erwachsenen – als künftige Umsetzer der Buchkinderidee vor Ort – zunächst ihr eigenes Buch gestalten. Sie erarbeiten sich über das „Büchermachen“ die pädagogisch-kreative Vorgehensweise. Sie erleben über die eigene Tätigkeit den Gestaltungsprozess: vom unscheinbaren Geschichtenanfang, über die ersten Illustrationen bis hin zum selbst gebundenen kleinen Büchlein.

    Die „Mobile Druckwerkstatt“ fand im zweiten Halbjahr 2017 in Trebsen und Krostitz statt. Dort richtete der Freundeskreis Buchkinder e.V. eine Buchkinderdruckwerkstatt auf Zeit ein, um sie gemeinsam mit den PädagogenInnen für ein halbes Jahr gemeinsam zu betreiben.

    Wir haben für die frühkindliche Bildungsarbeit im Kindergarten einen eigenen Pfad zum Schrifterwerb entwickelt.  Ausgangspunkt ist das Kind. Jedes Kind hat vor dem Erlernen der Schriftsprache eine eigene Bildsprache. Sie speist sich aus ihrer Umgebung und aus ihrer noch erfahrungsarmen Sicht auf die Welt. Der Zugang zur Umwelt ist unmittelbar – bildhaft. Für ihre Gefühle, ihre Emotionen brauchen die Kinder Bilder, welche der Allerlei-Tag selten für sie bereithält. Sie wollen sich erproben. Sie sind Vater, Mutter, Kind; Hund und Katz; Prinzessin oder Sternenritter. Und sie sind es ganz – auch in ihren Bildern. So tauchen immer wieder die gleichen Figuren auf. Die Kinder fertigen dazu Linolschnitte an und erzählen ihre Geschichten, welche sie immer wieder hören wollen. Wir schreiben sie auf und lesen sie immer wieder im Beisein der Geschichtenerfinder vor. Kinder erleben Schrift als Transportmittel und als eine Art Zauberstab für (wiederholbare) Anerkennung. Es ist ganz wichtig für sie, ihren Text selbst "aufzuschreiben" und so wird von uns die Geschichte ganz langsam, jeden Laut betonend zurückdiktiert. Aus dem Manuskript gestalten wir ein Buch. In diesen Prozess binden wir die Kinder mit ein.

    Im gemeinsamen Arbeitsprozess mit den Kindern bekamen die ErzieherInnen in Trebsen und Krostitz mit, wie und wo wir den Kindern helfen und wie wir ihnen Raum geben und Raum lassen. Schreiben ist ein riesiger Spaß – fanden auch die Kinder in Trebsen. Ihre Lebenswirklichkeit floss mit in die Texte ein. Andere „Gestalten“ tauchten auf. Aus Minecraft-Steve wird ein Trecker und die Einhörner sind einfache Pferde vom Gestüt nebenan.

    Wir sind sicher, dass sich über die Kinder Kristallisationspunkte dörflicher Kultur bilden können. Die Dorf-Kita, die Dorfschule haben das Potential, zu einem kulturellen Mittelpunkt zu werden. Eine vor Ort funktionierende Buchkinderwerkstatt wird es auf alle Fälle sein. Wir wünschen uns eine Einbindung der Elternschaft, z. B. über das Multiplikatorenseminar.

    Der Freundeskreis Buchkinder e.V. weiß aus Erfahrung vom immerwährenden Lernprozess und darauf freuen wir uns!

    Durchführende Einrichtung: Freundeskreis Buchkinder e.V., Leipzig

    Ansprechpartnerin: Franziska Frenzel

    Kontakt: Bornaische Straße 18, 04277 Leipzig

    0341 / 30 68 19 93, Funk: 0173 / 4 88 53 70

    www.buki-leipzig.de / info@buki-leipzig.de

  • Aug. 2017 - Mittelaltercamp - Torgau

    Organisationsform: Projektwoche

    Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren

    Gruppengröße: bis 25 Teilnehmer

    Dauer: 5 Tage

    Projektbeschreibung

    Im Soziokulturellen Zentrum E-Werk Oschatz fand in den Sommerferien das Projekt MITTELALTERCAMP – LEBEN WIE DAMALS in Kooperation mit dem Heimatmuseum der Stadt Geithain und dem Landesfilmdienst Sachsen e.V. für 25 Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren statt.

    Ziel des Projektes war es, die TeilnehmerInnen in die damalige Zeit zu entführen und sie zu sensibilisieren, wie ein Leben ohne Technik und Smartphone. Alle Kinder waren mit viel Neugier und Interesse in der Gemeinschaft dabei, wenn getöpfert, gefilzt, mit Bogen geschossen, Messer geschnitzt oder gemeinsam am Kessel gekocht wurde. So gab es jeden Tag authentische Eintöpfe mit Einkorn oder Grünkern, sehr zur Freude der Kinder. Sie konnten sich in der Woche künstlerisch damit auseinandersetzen, wie schön es sein kann, Dinge aus Naturmaterialien selbst herzustellen und kreativ künstlerisch entdecken, wie sich die Menschen damals kleideten, wie sie wohnten, wie sie ihre Wäsche wuschen und was sie aßen. Sie nähten mit der Hand ihre Gewänder / Umhänge und gestalteten sie nach eigenen Ideen im Stil des Mittelalters. Dabei lernten sie, wie sich die Menschen im Mittelalter in den verschiedenen Gesellschaftsschichten kleideten. Sie bereiteten gemeinsam ihre Mahlzeiten nach alten Rezepten am offenen Feuer im Kessel zu und erfuhren dabei etwas über Tischsitten und Essgewohnheiten vor 500 Jahren. Was schmeckte den Menschen damals? Schmeckt uns das heute noch? Wie mühsam war es, ohne Mikrowelle und Elektroherd und Kühlschrank das tägliche Essen auf den Tisch zu bringen und frisch zu halten? War die Ernährung gesund? Die Kinder töpferten sich eine Tasse selbst. Beim Bogenbau und Bogenschießen wurde das Thema Nahrungssuche thematisiert. Im Heimatmuseum Geithain spielten die Kinder eine Gerichtsverhandlung nach, lernten ein Feuer ohne Feuerzeug zu machen und erkundeten die unterirdischen Gänge der Stadt. In Kooperation mit dem Landesfilmdienst Sachsen e.V. konnten wir zum Ende der Woche vor der gemeinsamen Übernachtung den Film 'Das Auge des Adlers' zeigen, der den Teilnehmern weitere Einblicke ins Leben des Mittelalters eröffnete. Als Höhepunkt spielten die Kinder am Freitag ein typisches Mittelalterfest nach, bei dem sie sich in Wettkämpfen der damaligen Zeit messen konnten (Hufeisenweitwurf, Bogenschießen, Ringe werfen auf Ritter Frank).

    Durchführende Einrichtung: Soziokulturelles Zentrum E-Werk, Lichtstraße 1,  04758 Oschatz, Telefon: 03435 6669709

    Ansprechpartnerin: Anja Kohlbach

  • Juli 2017 - Sommernachtstraum - Reibitz

    Ein Theaterprojekt im Agrokulturellen Zentrum Reibitz

    Organisationsform: Projektwoche

    Zielgruppe: Schüler

    Gruppengröße: 30 Kinder

    Dauer: 5 Tage

    Projektbeschreibung

    Ziel der Projektentwicklung war es, Kindern von 9 bis 12 Jahren über künstlerisch kreative Auseinandersetzung einen anderen handlungsorientierten Zugang zur Natur geben. Deshalb stand die Kunst während der Sommerferien im Agrokulturellen Zentrum Reibitz e.V. im Mittelpunkt. Es entstand eine Inszenierung bei deren Setting der Wald und der Teich als natürliche Kulisse genutzt wurde. Die 30 Kinder erfuhren auch etwas über die Pflanzen – und Tierwelt und brachten es mit der fantastischen Welt von Elfen und Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ in Beziehung.

    Das Theaterstück inszenierte die freie Theaterpädagogin, Lynne Eichhorst, mit den Kindern innerhalb einer Woche. Den umfassenden Stoff hatte sie extrem gekürzt, „aber auf ein, zwei Sätze konnte ich nicht verzichten.“ Schwierige Wendungen wie der „hartherzige Magnet“, der im Shakespeare-Text auftaucht, klärte sie mit den Kindern, damit diese das sprachliche Bild verstehen konnten. Dabei setzte sie auch Kinderbuchillustrationen ein. „Ich denke, dass wir einigen Kindern so den Zugang zum Theater gelegt haben“

    Der 12-jährige Toni und der 10-jährige Henri in Leggins beziehungsweise mit einer Fellmütze bedeckt, nahmen ihre Aufgabe jedenfalls sehr ernst und sagten über ihre Kostüme: „Das zwickt und ist bei den heißen Temperaturen nicht angenehm, aber gehört zur Rolle. Die beiden gaben den Oberon und Puck.

    Kostüme und Requisiten gestalteten die Kinder zum Teil selbst oder stammten aus dem Fundus des Baff Theater Delitzsch e.V., der sie zur Verfügung stellte.

    Durchführende Einrichtung: Agrokulturelles Zentrum Reibitz, Am Schullandheim 1, 04509 Löbnitz OT Reibitz, Tel. 034 208/72191, info@schullandheim-reibitz.de,

    Ansprechpartnerin: Debora Glewe, Leiterin

  • Juni 2017 - Inszenierung zur Museumsausstellung - Grimma

    Ein Inszenierungsprojekt im Kreismuseum Grimma zur Sonderausstellung Gefangenenlager Golzern

    Organisationsform: Projekttag /Unterrichtsgang

    Zielgruppe: z.B: Schüler Klasse 8 bis 12

    Gruppengröße: bis 30 Teilnehmer

    Dauer: z.B. 2 h

    Projektbeschreibung

    Im Kreismuseum Grimma fand vom 19.03. bis 13.08. 2017 die Sonderausstellung zum Kriegsgefangenenlager in Golzern statt.

    Im Kriegsgefangenenlager wurde nicht nur Sport getrieben, sondern auch Konzerte und Theaterspiele veranstaltet. Die Kriegsgefangenen hatten durch die Lagerbibliotheken auch Zugang zu Textbüchern. Die Franzosen haben vor allem Boulevardstücke aus der Zeit um 1900 aufgeführt. Die Russen haben von Tschechow „Der Bär“ gespielt, welches das einzig belegbare Stück für Golzern ist.

    Im Rahmen der Ausstellung wurde ein neues Format erprobt. Es fand eine Inszenierung mit Berufsschülern der Theaterakademie Sachsen für Schüler der 8. bis 12. Klassen statt.

    Die Berufsschüler griffen den Heiratsantrag von Tschechow stellvertretend für „Der Bär“ als aufgeführtes Stück im Kriegsgefangenenlager auf und setzten es in Kontrast zu den schweren Lebensbedingungen zu Kriegszeiten.

    Ziel der Projektentwicklung war es, Schülern der Sekundarstufe 2 über die Rezeption und anschließende Diskussion in Zusammenhang mit einem Besuch der Sonderausstellung einen anderen Zugang zum Ausstellungsinhalt zu geben.

    Damit sollte der Alltag von Menschen in der damaligen Zeit für Jugendliche heute verdeutlicht und erlebbarer gemacht werden und ein Prozess der eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg / Frieden angeregt werden.

    Zur Recherche wurden neben Fotos, Postkarten u.a. auch Briefe von Soldaten, Ehefrauen und Müttern herangezogen. Im Projekt wurden Themen Freiheit, Angst, Gefangenschaft aufgegriffen und collagenartig szenisch umgesetzt. Die Rezipierenden erlebten die Handlung – das Geschehen – ganz nah.

    Weiterführend war erwünscht, dass die Schüler sich selbst kreativ – künstlerisch zum Thema betätigen.

    Das Projekt wurde zusammen mit der Fachberaterin für Kulturelle Bildung entwickelt und ist in der methodischen Umsetzung zu verschiedenen Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen übertragbar.  

    Durchführende Einrichtung: Kreismuseum Grimma, Paul-Gerhardt-Str. 43, 04668 Grimma
    Telefon: 03437/911132, mail@museum-grimma.de

    Ansprechpartnerin: Frau Marita Pesenecker

     

  • Mai 2017 - Wie ein Buch entsteht - Dommitzsch

    Ein Projekt in der Stadt- und Schulbibliothek Dommitzsch

    Organisationsform: Projekttag

    Zielgruppe: Schüler der Klasse 2- 4, Grundschule

    Lehrplan: Deutschunterricht Klasse 2 bis 4 / Lernbereiche: Lesen / Umgang mit Medien

    Gruppengröße: bis 25 Teilnehmer

    Dauer: 3,5 bis 4,5h

    Projektbeschreibung

    Im Rahmen des Netzwerkes zur Stärkung und Vernetzung Kultureller Bildung entstand 2016 das mobile Projekt „Bücher machen mit Kindern“ in Zusammenarbeit mit der Fachberaterin für Kulturelle Bildung und dem Schweizerhaus Püchau e.V. als adaptierbares Projekt, dass immer in Kooperation mit einer Bibliothek und / oder einer ausgewählten soziokulturellen Einrichtung durchgeführt werden kann. Dabei sind die Texte und Bilder, die im Rahmen der Umsetzung des Projektes entstehen, immer wieder anders. Die Herangehensweise wird auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet.

    In der Stadtbibliothek Dommitzsch fand das Projekt mit der Klasse 4 a der Grundschule Dommitzsch statt.

    Die Schüler konnten hautnah selbst erfahren und erleben, was es heißt, ein Buch herzustellen, eine Geschichte zu entwickeln, zu illustrieren und dieses schließlich eigenhändig zu binden.

    Die Klasse 4 a hatte mit ihrer Klassenlehrerin Frau Proft schon fleißig vorgearbeitet. Jedes Kind hatte eine Geschichte vorbereitet. Der Text war also schon fertig.

    Nun hieß es, die wichtigsten gestalterischen Merkmale von Kinderbüchern kennen zu lernen. Zuerst wurden das Deckblatt und die Seiten vorbereitet und anschließend mit Nadel und Faden (Fadenbindung)zu einem Buch gebunden. Der nächste Schritt verlangte viel Kreativität und Geschick – die Illustration des Titelblattes. Die Kinder entschieden sich für ein Selbstporträt. Dieses wurde auf eine Linolplatte gezeichnet. Dann mussten verschiedene Techniken mit einem Linolschnittmesser angewendet werden – das war gar nicht so einfach!

    Am Ende erhielt das Selbstporträt -Titelblatt mittels einer Druckplatte, einer Walze und viel Kraft die entsprechende Farbe.

    Nach der Fertigstellung konnte man richtige kleine Kunstwerke bestaunen. Die Kinder hatten viel Spaß und Freude an diesem Workshop. Es war eine kreative und experimentelle Reise in die Gestaltungswelt des Kinderbuches.

    Durchführende Einrichtung: Stadt- und Schulbibliothek Dommitzsch, August- Bebel- Straße 19,  04880 Dommitzsch, bibliothek_dommitzsch@t-online.de, in Kooperation mit dem Schweizerhaus Püchau e.V. Dögnitzer Straße 7, 04828 Machern, info@schweizerhaus-puechau.de

    Ansprechpartnerinnen: Martina Linke, Bibliotheksleiterin und Martina Jakobi Wilhelm vom Schweizerhaus Püchau e.V.

  • April 2017 - Theaterspielen nach Kinderbüchern - Torgau

    Ein Kooperationsprojekt des Baff Theaters Delitzsch e.V.  mit Stadtbibliothek Torgau und der Grundschule Torgau Nordwest

    Organisationsform: mehrere Projekttage

    Zielgruppe: Schüler Klasse 2-4

    Gruppengröße: bis 25 Teilnehmer

    Lehrplanbezug: Deutsch Klasse 2- 4 

    Dauer: etwa 14 Unterrichtseinheiten

    Projektbeschreibung

    „Emotional kompetente Kinder können ihre eigenen Gefühle ausdrücken und regulieren, die Gefühle anderer erkennen und verstehen sowie sich im Umgang mit anderen empathisch und prosozial verhalten“ Franz Petermann, Silvia. Wiedebusch; Emotionale Kompetenz bei Kindern

    Ziel der Projektentwicklung war es, Grundschulkindern über künstlerisch kreative Auseinandersetzung im darstellenden Spiel einen anderen handlungsorientierten Zugang zum Thema Schule und Versagensangst zu geben.

    Im Rahmen des Netzwerkes zur Stärkung und Vernetzung Kultureller Bildung ist „Wir machen Theater mobil“ ein methodisches Konzept für Grundschulkinder als Theaterspielen nach Kinderbüchern in Zusammenarbeit mit der Fachberaterin für Kulturelle Bildung und dem BAFF Theater Delitzsch e.V. entwickelt worden. Ziel dabei war, den Schulen im ländlichen Raum die Möglichkeit der Teilhabe an Kultureller Bildung zu ermöglichen. Gerade für Schulen im ländlichen Raum ist der Aufwand ins Theater zu fahren immens. Das methodische Konzept kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Inhalt und Umfang des Projektes Theaterspielen nach Kinderbüchern wählen die Kooperationspartner selbst.

    Im Theaterprojekt „Wenn die Ziege schwimmen lernt“ fand die darstellende Erarbeitung des Kinderbuches mit den Kindern und die anschließende Präsentation als kleine Aufführung im Klassenraum der Grundschule Nordwest Torgau statt. Dabei setzten sich die Schüler der Klasse 2 ganz spielerisch mit folgender Frage auseinander: Muss man wirklich überall gleichermaßen perfekt sein? In der Schule der Tiere klappt es nicht so, wie sich die Lehrer das wünschen. Dabei sind Schwimmen, Fliegen, Rennen und Klettern das Mindeste, was ein Tier können muss. Doch kein Schüler kommt mit allen Aufgaben gleich gut zurecht. Das Kinderbuch hatten sich die Schüler der dritten Klasse vorher mit Unterstützung der Stadtbibliothek erarbeitet. Darstellungsformen, Requisiten, Kostüme und Kulisse wählten die Schüler selbst aus und stellten sie zusammen. Dabei entstand auch eine Collage zur Dokumentation des Projektes. 

    Durchführende Einrichtung: Baff Theater Delitzsch e.V. Anna Zammert Straße 1; 04509 Delitzsch, Telefon 034202360711 oder  info@baff-theater.de 

    Ansprechpartnerin: Leitung Jana Bauke

  • März 2017 - Erich Kästner für Kinder - Delitzsch

    Ein Kulturelles Bildungsprojekt der Stadtbibliothek Delitzsch mit der Pestalozzi Schule zur Lernförderung Delitzsch 

    Organisationsform: 3 Unterrichtseinheiten

    Zielgruppe: Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf

    Gruppengröße: bis 15 Schüler

    Dauer: 3h

    Projektbeschreibung

    Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Erich Kästner“. Zielgruppengerecht wurde den Kindern die Person und sein Werk mit viel Bildmaterial vorgestellt und alles in einfacher Sprache gehalten. Ziel dabei war auch, die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zum Lesen zu ermuntern.

    Dabei stand erst einmal das Leben von Erich Kästner im Vordergrund, was in seinen Werken eine große Rolle einnimmt. „Er war ein Junge, der sich bald in der Schule langweilte. Alles ging ihm zu langsam. Kaum konnte er lesen, las er einfach alles, was ihm begegnete. Lesen wurde für den Jungen zu einer Art Abenteuer. Er entzifferte Plakate, Straßenschilder…“   

    Gelesen wurde aus dem autobiographischen Buch „Als ich ein kleiner Junge war“.

    Ein Quiz, bei dem es kleine Preise zu gewinnen gab, vertiefte das „gerade“ Gehörte. Dabei konnten die SchülerInnen im Multiple-Choice-Verfahren eine (richtige) Antwort z.B. zu folgender Frage auswählen: In welchem Buch stellt der Löwe Alois fest: „Wenn ich nicht schon blond wäre, könnte ich mich auf der Stelle schwarz ärgern“?

    Die Auswertung folgte während der „Stöberzeit“ am Medientisch und in der Bibliothek. Es war erstaunlich, wie viele Kinder sich bereits mit den Büchern auskannten. Ein Medientisch mit allen Werken rundete den Thementag ab. In der Auswertung des Quiz gab es noch einmal zusätzliche Informationen zu Werk und Autor.

    Durchführende Einrichtung: Stadtbibliothek Delitzsch, An der Kirche 1; 04509 Delitzsch,  Tel. 034202 67180

    Ansprechpartnerin: Anett Hacker, Bibliotheksleiterin

  • Dez. 2016 - Klassenzimmertheater - Delitzsch

    Organisationsform:  Aufführung in der Unterrichtsstunde und anschließende Diskussion

    Zielgruppe: Schüler Klasse 7 bis 12
     
    Lehrplan: Ethik Klasse 7-12 (Lernbereiche: Auf der Suche nach Sinn und Orientierung, Entscheidungen treffen, Wege zur Identität)

    Dauer: 2 Unterrichtseinheiten

    Im Rahmen des Netzwerkes zur Stärkung und Vernetzung Kultureller Bildung ist „Wir machen Theater mobil“ für Jugendliche als Klassenzimmertheater in Zusammenarbeit mit der Fachberaterin für Kulturelle Bildung und dem BAFF Theater Delitzsch e.V. mit dem Ziel entwickelt worden, den Schulen im ländlichen Raum die Möglichkeit der Teilhabe an Kultureller Bildung zu ermöglichen. Gerade für Schulen im ländlichen Raum ist der Aufwand ins Theater zu fahren immens.
    Die Inszenierung „Toni + Andrea“ ist auf die besondere räumliche Situation im Klassenzimmer zugeschnitten, dass heißt: Die Schüler der 7. bis 10. Klassen kommen nicht ins Theater, das Theater kommt zu den Schülern in die Schule.
    Um die Schüler von Anfang an in das Projekt miteinzubeziehen, wurden sie gefragt, welche Themen sie sich wünschen. Das waren: "Was mache ich wenn die Schule vorbei ist?" und der „Umgang mit Leistungsdruck und Erwartungshaltungen von Schule und Familie“. In diesem Sinne entwickelte das Baff Theater Delitzsch e.V. mit den Berufsschülern der Theaterakademie Sachsen 2016 das Stück "Toni + Andrea" zu genau diesen Themen. Die Aufführungsform bietet die Möglichkeit den ländlichen Raum, ja beinahe jedes Gymnasium, jede Oberschule in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen zu erreichen.

    Inhalt des Stücks: Antonia hasst ihren Namen, den - wie alles in ihrem Leben - ihre Mutter ausgesucht hat. Das klingt nach Ballett und gekämmten Haaren und guten Noten, also nicht nach ihr... Auf jeden Fall wird er sich in der neuen Klasse mit Andreas vorstellen. In Deutschland heißen nur Mädchen Andrea. Sein Vater flippt neuerdings sofort aus, aber heute gab es wenigstens einen echten Grund…

    Ab Mitte November ging das Klassenzimmertheater mit 35 Veranstaltungen auf Reisen in die Oberschulen und Gymnasien der Landkreise Nordsachsen und Leipzig. Die Klassen sahen sich das Stück an und diskutieren hinterher mit den Darstellern zum Inhalt, erprobten selbst Darstellungsformen und setzten sich mit dem Medium Theater und dramatische Literatur auseinander. Sie wurden angeregt, sich danach selbst künstlerisch (medial, bildkünstlerisch, literarisch) mit dem Thema zu beschäftigen.
     
    Durchführende Einrichtung: Baff Theater Delitzsch e. V., Anna-Zammert-Straße 1, 04509 Delitzsch

    Ansprechpartnerin: Jana Bauke, Leiterin des Baff Theaters Delitzsch e.V.

    Email: info@baff-theater.de; Tel.: 034202 36 07 10

  • Nov. 2016 - Bücher machen mit Kindern - Püchau

    Organisationsform: Projekttag

    Zielgruppe: Schüler Klasse 2 bis 4
     
    Lehrplan: Deutschunterricht Klasse 2 bis 4 / Lernbereiche: Lesen / Umgang mit Medien

    Gruppengröße: bis 24 Teilnehmer

    Dauer: 3,5 bis 4,5h

    Ziel der Projektentwicklung war es, Grundschulkindern über künstlerisch kreative Auseinandersetzung einen anderen handlungsorientierten Zugang zu Literatur und zum Lesen zu geben.
    Die personellen und materiellen Ressourcen in Bibliotheken und ausgewählten Soziokulturellen Einrichtungen sind für die Umsetzung von handlungsorientierten Projekten, bei denen Kinder bildkünstlerisch tätig werden können, begrenzt.  
    Deshalb ist im Rahmen des Netzwerkes zur Stärkung und Vernetzung Kultureller Bildung 2016 das mobile Projekt „Bücher machen mit Kindern“ in Zusammenarbeit mit der Fachberaterin für Kulturelle Bildung und dem Schweizerhaus Püchau e.V. als adaptierbares Projekt, das immer in Kooperation mit einer Bibliothek und / oder einer ausgewählten soziokulturellen Einrichtung stattfindet, entwickelt worden.
     „Bücher machen mit Kindern“ ist eine Einladung für die gemeinsame Reise in die Gestaltungswelt des Kinderbuches.
    Im Projekt erfinden die Kinder Text, gestalten mehrfarbige Illustrationen im Linolschnitt und wenden einfache Bindetechniken an. Sie lernen die wichtigsten gestalterischen Merkmale von Kinderbüchern kennen. Mit diesem Handwerkszeug ausgerüstet  soll jede/r selbst eine Geschichte schreiben, sie illustrieren und in einem selbst gebundenen Buch (Fadenbindung, Leporello) mit nach Hause nehmen können. Der Workshop bietet den Kindern eine Auswahl an Methoden und Techniken in der Buchherstellung an und lässt kreatives und experimentelles Arbeiten der Kinder gern zu.
    Sie erfahren und erleben selbst, was es heißt ein Buch herzustellen, eine Geschichte zu entwickeln, zu illustrieren und dieses schließlich eigenhändig zu binden.

    Im November 2016 wurde das Projekt bereits mit folgenden Kooperationspartnern erprobend umgesetzt:
    •    Mediothek Borna mit Schülern der Clemens – Thieme Grundschule
    •    Bibliothek Krostitz  mit Schülern der Gellert- Grundschule Wölkau

    Bei Interesse können Sie das Projekt für Ihre Bibliothek bzw. Ihre Schule in Kooperation mit Ihrer verorteten Bibliothek bei der Fachberaterin für Kulturelle Bildung für 2017 per Email anfragen: cathrin.moeller@kultur-leipzigerraum.de

    Durchführende Einrichtung: Schweizerhaus Püchau e.V. in Kooperation mit der jeweiligen Bibliothek vor Ort.

    Ansprechpartnerin: Cathrin Moeller, Fachberaterin für Kulturelle Bildung

  • Okt. 2016 - Wir machen Theater mobil - Delitzsch

    Organisationsform: Projekttag – Projektwoche oder Ferientag - Ferienwoche

    Zielgruppe: Schüler Klasse 1 bis 4 oder Hortkinder

    Lehrplan: Deutschunterricht Klasse 1 bis 4 / Lernbereiche: Märchen kennen und darstellen / So ein Theater!

    Gruppengröße: bis 24 Teilnehmer

    Dauer: 4,5 bis 25 h

    Theaterspiel fördert die emotionale Intelligenz, kommunikative Fähigkeiten und sensibilisiert die Sinneswahrnehmung. Es ermöglicht den Kindern in Als-Ob-Situationen, zum Beispiel Verhalten in Konfliktsituationen zu erproben und die Reaktion darauf zu verstehen. Außerdem macht es Kindern Spaß, in fremde Rollen zu schlüpfen. Mit dem Ziel, das Theaterspielen im Kulturraum Leipziger Raum zukünftig in die Fläche der ländlichen Gebiete zu bringen, entwickelte die Fachberaterin für Kulturelle Bildung 2016 in Zusammenarbeit mit dem BAFF Theater Delitzsch e.V. das Konzept „Wir machen Theater mobil“ mit unterschiedlichen Formaten und Inhalten, die auf die Bedürfnisse der Nutzerzielgruppen und ihre verorteten Kooperationspartner zugeschnitten werden können.

    Die Zielgruppe, Kinder im Grundschulalter, befasst sich mit einem ausgewählten Märchen bzw. Kinderbuch. Das Projekt findet immer in Kooperation mit der verorteten Bibliothek, einem Museum oder einer soziokulturellen Einrichtung statt. Zuerst erarbeiten sich die Kinder den Inhalt des Kinderbuchs oder des Märchens und erfahren etwas über die Autoren. Dann inszenieren sie die Geschichte mit einem Theaterpädagogen. Dabei untergliedern sie das Buch in Szenen, schlüpfen in die Rollen, benutzen den Text oder erfinden Dialoge mit eigenen Worten. Sie gestalten einfache Bühnenbilder und stellen sich Kostüme zusammen, hantieren mit Requisiten im Spiel. Dabei geben sie ihren Eindrücken mit dem Darstellen der Figuren und ihrem Verhalten einen Ausdruck. Sie erfahren und erleben, wie aus einer Geschichte ein Theaterstück entsteht und wie Theater funktioniert.
    Im Oktober 2016 wurde das Projekt mit Ferienkindern im Agrokulturellen Zentrum Reibitz zum Kinderbuch „Die kleine Hexe“ in Kombination mit dem Angebot „Neue Besen kehren gut“ der Einrichtung als Wochenprojekt erprobt. Im November findet es zum Märchen „Schneewittchen“ mit Schülern der Diesterweggrundschule Delitzsch in Kooperation mit der Bibliothek Delitzsch statt.

    Bei Interesse können Sie das Projekt für Ihre Bibliothek bzw. Ihre Schule in Kooperation mit Ihrer verorteten Bibliothek bei der Fachberaterin für Kulturelle Bildung für 2017 per Email anfragen: cathrin.moeller@kultur-leipzigerraum.de

    Durchführende Einrichtung: Baff Theater Delitzsch e.V. in Kooperation mit der jeweiligen Bibliothek vor Ort.

    Ansprechpartnerin: Cathrin Moeller, Fachberaterin für Kulturelle Bildung

  • Sept. 2016 - Florentines Reise-Mitmachkonzert - DBA

    Organisationsform: Mitmachkonzert

    Zielgruppe: Schüler Klasse 1 bis 4 oder Hortkinder

    Lehrplan: Musikunterricht / Lernbereich: Musik hören

    Gruppengröße: bis 250 Teilnehmer

    Dauer:
    1,5 h

    Wer kennt ihn nicht, den Wunsch seinen Alltag zu verlassen, seinen Sehnsüchten zu folgen, und sich in jemanden anderen zu verwandeln? Manchmal bedarf es einer weiten Reise, um zu erkennen, wie besonders und lebenswert das eigene Umfeld ist.
    Diese musikalische Reise erlebt die Apfelblüte Florentine, die an einem Baum gebunden, so gern in die weite Welt möchte. Ihre Freunde des Obstgartens, wie der Blütenelf oder der Wind, helfen ihr auf der Suche nach der wundersamen blauen Blume. Auf Ihrer Reise hat Florentine so manche Abenteuer im Gebirge, auf einer Seefahrt und in der Wüste zu bestehen, bevor sie in einer Höhle die sagenumwobene blaue Blume findet. Aber was ist schon das Leben in einer dunklen Höhle gegenüber dem farbenprächtigen und sonnigen heimischen Obstgarten? Und so ist Florentine´s Heimkehr natürlich ein grandioses Finale voll optimistischer Lebensfreude.

    Die Vertonung dieser Geschichte ist ein Auftragswerk der Sächsischen Bläserphilharmonie an den Berliner Komponisten Matthias Preisinger. Das interaktive Konzert wird maßgeblich von den Besuchern mitgestaltet. Ob das Aufwecken der Florentine, den Zauber-Kanon des Blütenelfs, ob Sitztänze und Bewegungsaktionen bis hin zu einem wilden Affen-Rap, das Programm lebt vom Mitmachen und aktivem Gestalten und ist dennoch vor allem ein emotionales Konzerterlebnis mit einem großen Orchester und dem fantastischen Erzähler Nikolaus Gröbe.

    Das Auftragswerk „Florentines Reise“ ist in Kooperation mit der Obstland Dürrweitzschen AG entstanden, die das Projekt großzügig gefördert hat.

    Durchführende Einrichtung: Sächsische Bläserphilharmonie

    Ansprechpartner: Frau Hegner,  Geschäftsführerin, Deutsche Bläserakademie GmbH


  • Aug. 2016 - Märchen im Botanischen Garten - Großpösna

    Organisationsform:  Projekttag

    Zielgruppe:
      SchülerInnen der Klassen 1-4

    Lehrplan:
        Kl 1 / 2  Deutsch WP 2: Aus der Märchenwelt
                     Kl 4  Deutsch WP 2: So ein Theater

    Gruppengröße:
    Schulklassen bis 28 Kinder

    Dauer:
    ca. 3 Stunden

    Ziel der Projektentwicklung war es, Grundschulkindern über künstlerisch kreative Auseinandersetzung einen weiteren handlungsorientierten Zugang zur Natur zu geben, indem sie im Botanischen Garten aktiv auf Entdeckungsreise gehen und typische Orte oder Pflanzen finden, die sie aus Märchen kennen. Dies zu erkennen, erfordert Transferleistung der Kinder: das Gelernte/Bekannte mit dem Neuen/Unbekannten zu verbinden.

    Während eines  Rundgangs durch den Garten entdeckten wir Orte, die aus dem klassischen Märchen bekannt sind: Rosen-Pergola (Schneeweißchen und Rosenrot, Dornröschen), Weidentor (Frau Holle), Teich (Froschkönig), Haselgebüsch (Drei Haselnüsse für Aschenbrödel), Holzbackofen (Hänsel und Gretel, Frau Holle) und andere. Die Kinder sollten dadurch, aber auch durch den theoretischen Teil – die Besprechung verschiedenster Märchen – inspiriert werden, sich in Kleingruppen für ein Märchen zu entscheiden und daraus eine oder mehrere kurze Szenen nachzuspielen. Mit einer großen Auswahl an Kostümen, Requisiten, Accessoires schlüpften die Kinder in die unterschiedlichsten Rollen und sind z. B. Rumpelstilzchen, Brüderchen und Schwesterchen, Schneewittchen und die -nicht immer- 7 Zwerge, König Drosselbart, Schneeweißchen, Rosenrot, Bär und böser Zwerg. Neben dem Einstudieren der Rolle galt es, diese vor den anderen Kindern auch vorzutragen. Je nach Fähigkeit und Wunsch fanden sich für jedes Kind immer geeignete Rollen. Es entstanden phantasievolle, überraschende, lustige Vorstellungen, welche die Kinder mit großem Engagement meisterten.
    Bei Interesse können Sie das Projekt für Ihre Schule im Botanischen Garten Oberholz für 2017 per Email anfragen: botanischer.garten@kuhstall-ev.de

    Durchführende Einrichtung: Botanischer Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen Großpösna-Oberholz
    Störmthaler Weg 2, 04463 Großpösna, Tel. 034297-41249

    Ansprechpartner:
    Dr. Elke Freiberg, Heike Schüürmann


  • Juli 2016 - Kinderkrimitag in der Bibliothek - Delitzsch

    Organisationsform: Ferienprojekttag

    Zielgruppe: Hortkinder Klasse 1. bis 4. Schuljahr

    Lehrplan: Deutschunterricht Klasse 1-4 / Lernbereich – Lesen/ mit Medien umgehen

    Gruppengröße: bis 60 Teilnehmer

    Dauer: 3 - 3,5 h

    Die Fachberaterin für Kulturelle Bildung des Kulturraumes Leipziger Raum entwickelte 2015 in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Delitzsch das Konzept „Kinderkrimitag“ als Ferienangebot für Hortkinder. Im August 2015 wurde das Projekt in der Stadtbibliothek Delitzsch erprobt, bei dem bis zu 60 Kinder teilnahmen. Dies war möglich, weil die Aktivitäten im Stationsbetrieb über die ganze Bibliothek verteilt stattfanden. Nach einer Begrüßung und kurzen Einführung sahen alle Kinder den Kurzspielfilm „Die Gerechten“ (30 Minuten), der 2014 von Kindern mit Kindern gedreht wurde.
    Inhalt des Films: Eine Gruppe von Mädchen verhindert den Coup einer Jungenbande, die im Supermarkt Überraschungseier stehlen wollen. Danach durchliefen die Kinder verschiede Stationen, an denen sie selbst aktiv wurden: Bei detektivische Experimente mit der Polizei Delitzsch) sicherten sie Fingerabdrücke. Sie bastelten Zubehör für Hobby Detektive und lösten Rätselkrimis. An der Station „Mein Lieblingskrimi ist…“ stellten die Mitarbeiter der Stadtbibliothek altersgerechte Kinderkrimiliteratur und Sachbücher vor. Am Ende lauschten alle im Lesesaal den Textauszügen des Kinderbuches „Oskar und die Tieferschatten“.

    Die Idee wurde so gut angenommen, dass der Projekttag zweimal durchgeführt werden musste. Insgesamt nahmen 130 Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren das Angebot wahr.

    In Auswertung des Projektes entwickelte die Fachberaterin daraus ein adaptierbares Projekt, das ab jetzt allen Bibliotheken des Kulturraumes inklusive dem Film und der Rätselkrimis bei Bedarf zur Verfügung gestellt wird.

    Das Konzept können Sie bei der Fachberaterin per Email anfordern: cathrin.moeller@kultur-leipzigerraum.de

    Durchführende Einrichtung: Stadtbibliothek Delitzsch (2015)

    Ansprechpartnerin: Cathrin Moeller, Fachberaterin für Kulturelle Bildung

  • Juni 2016 - Erziehung hinter Gittern - Torgau

    ERZIEHUNG HINTER GITTERN: Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau als Endstation im Erziehungssystem der DDR

    Organisationsform:
    Das Bildungsangebot ist für den Einsatz außerhalb der Gedenkstätte konzipiert. Der Projekttag ist deshalb besonders für Bildungseinrichtungen geeignet, die aus organisatorischen Gründen keinen Gedenkstättenbesuch ermöglichen können.

    Zielgruppe:
    Schüler der Sekundarstufe I und II (alle Schulformen)
    Fachschulen im Bereich der Berufsausbildung
    Weiterbildungsangebote im Bereich Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr

    Gruppengröße: bis 30 Schüler; bei einer größeren Anzahl können die Schüler auch in zwei Gruppen betreut werden.

    Dauer: ab ca. 2,5 Stunden bis hin zum Ganztagesangebot. Grundsätzlich wird das Bildungsangebot den zeitlichen Bedürfnissen der Gruppe angepasst.

    Projektbeschreibung:
    Der Geschlossene Jugendwerkhof (GJWH) Torgau war die einzige geschlossene Heimeinrichtung der DDR. Die Jugendlichen sollten hier unter haftähnlichen Bedingungen innerhalb von nur wenigen Monaten zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umerzogen werden. Mit seinen hohen Mauern und vergitterten Fenstern glich der Geschlossene Jugendwerkhof als Einrichtung der DDR-Jugendhilfe bereits äußerlich einer Haftanstalt. Bis November 1989 durchliefen insgesamt 4.046 Jugendliche die sogenannte Endstation im Erziehungssystem der DDR.
    Die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau am historischen Ort steht heute als Symbol für das gesamte unmenschliche Strafsystem der Jugendwerkhöfe und Spezialkinderheime, das im Laufe der DDR-Geschichte etwa 135.000 Kinder und Jugendliche durchlaufen mussten. Sie ist bundesweit der einzige Erinnerungsort, der die Machtstrukturen des Bildungs- und Erziehungsapparates dokumentiert, an die jugendlichen Opfer der sozialistischen Umerziehungspraxis erinnert und aktuelle Diskurse zur Heimerziehung thematisiert.

    Mit dem „Mobilen Bildungsprojekt“ bietet die Gedenkstätte auch Projekttage außerhalb des historischen Ortes an. Im Jahr 2006 als Modellprojekt für Sachsen entwickelt, ermöglicht es heute bundesweit ein Bildungsangebot mit denen sowohl kognitive, emotionale als auch kreative Zugänge zur Thematik eröffnet werden.

    Bestehend aus einer kleinen transportablen Ausstellung sowie Arbeitsmappen mit zeitgeschichtlichen Dokumenten, Fotos, Auszügen aus Zeitzeugeninterviews und Biografien, wird das Mobile Bildungsprojekt durch einen Mitarbeiter der Gedenkstätte begleitet und gemeinsam mit dem Bildungsträger vor Ort durchgeführt.

    Forschend und entdeckend erarbeiten sich Schüler der Mittelstufe oder gymnasialen Oberstufe anhand verschiedener Quellen historisches Wissen. Dabei sind sie gefordert, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, wenn sie zum Beispiel Interviewauszüge von Betroffenen rezipieren oder aber Herrschaftsquellen wie Einschätzungen der Jugendlichen durch die Erzieher analysieren.

    Ein Projekttag gliedert sich in folgende Abschnitte:

    • Aktivierung und Einführung ins Thema
    • Gruppenarbeitsphase
    • Präsentationsphase
    • Dokumentarfilm
    • Abschlussdiskussion

    Mithilfe von Fotos zum GJWH Torgau und exemplarischen Arrestzelleninschriften von Jugendlichen wie: „Ich bin als Mensch geboren [...] und will als Mensch hier raus!“, wird das Interesse der Jugendlichen geweckt und erste Informationen über die geschlossene Heimeinrichtung vermittelt. In der anschließenden Kleingruppenarbeit, welche die kooperative Kompetenz der Jugendlichen fördert, erarbeiten sich die Schüler über einen Fragenkatalog jeweils einen Themenschwerpunkt und gestaltet dazu ein Präsentationsplakat. Auf dieser Grundlage stellt jede Gruppe ihre gewonnenen Erkenntnisse vor. Nach einer Auswertung- und Diskussionsrunde vermittelt die Dokumentation „Schlimmer als Knast“ zusätzlich einen vertiefenden Einblick in Alltag, Leben und Umerziehung im Jugendwerkhof.

    Ergänzt werden kann das „Mobile Bildungsprojekt“ durch ein moderiertes Zeitzeugengespräch. Zeitzeugen, ehemalige DDR-Heimkinder, berichten über persönliche Erfahrungen in DDR-Heimen sowie die Folgen für ihren weiteren Lebensweg und kommen mit den Jugendlichen ins Gespräch.

    Vermittlungsziele:
    Im Mittelpunkt steht die intensive Auseinandersetzung mit staatlicher Repression von Kindern und Jugendlichen in der SED-Diktatur:

    • Umerziehung von Kindern und Jugendlichen in den Spezialheimen der DDR
    • repressive Pädagogik in der DDR am Beispiel des Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau
    • Folgen für Betroffene

    Die Gedenkstätte ist heute ein Ort des historisch-politischen Lernens. In den Projekten wird auf die Notwendigkeit gesellschaftlicher Grundwerte wie Menschenwürde, Freiheit und Individualität sowie die Bedeutung demokratischer Umgangsformen verwiesen:

    • Informieren und Sensibilisieren
    • Empathie fördern
    • Urteilsfähigkeit stärken
    • Menschenrechts- und Demokratieerziehung

    Methode:
    Die Bildungsangebote basieren auf der Methode des entdeckenden Lernens. Durch den Einsatz historischer Dokumente, Biografien bzw. Zeitzeugenberichten, Fotos und Dokumentarfilm wird die Arbeit mit verschiedenen Quellen ermöglicht und fachlich begleitet. Die Arbeit in Gruppen ermöglicht Kooperatives Lernen, wodurch die Kommunikation sowie Interaktion der Schüler und die kooperative Kompetenz gefördert werden.

    Durchführende Einrichtung: Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau

    Ansprechpartner: Manuela Rummel (info@jugendwerkhof-torgau.de), Tel.: 03421-714203

  • Mai 2016 - Mediennutzung Kinderbibliothek - Borna

    Ein Angebot für Grundschüler

    Organisationsform: Ferienprojekt oder Wandertag

    Zielgruppe: Grundschule 2. bis 4. Schuljahr

    Lehrplan:
    Deutschunterricht Klasse 1-4 / Lernbereich – Lesen / mit Medien umgehen

    Gruppengröße: 24 bis 32 Teilnehmer

    Dauer: mindestens 2 h

     Ziel des Projektes ist es, den Kindern innerhalb einer Projektwoche zum Thema „Medien“ die Kinderbibliothek näher zu bringen und sie mit verschiedenen Medien spielerisch vertraut zu machen. Zu diesem Zweck wurde eine Rallye mit insgesamt acht Stationen entwickelt. Wichtig war es den Mitarbeitern, dass bei der Gestaltung der Stationen vor allem der Spaß im Vordergrund steht und die Kinder die Möglichkeit haben zu lernen mit verschiedenen Medien umzugehen. Zudem können die Teilnehmer nebenbei erfahren welche Medien in der Kinderbibliothek angeboten werden. So können die Kinder u.a. gegen die Zeit ein Puzzle zusammensetzen, mit Hilfe von Tablets auf QR-Code-Jagd gehen, den Tiptoi-Stift ausprobieren, an der Taststation Medien erfühlen, ein Leyo-Buch mit dem Tablet entdecken und ein Video selber drehen.
    Zwischendurch, als kleine Pause, wird ein Märchen mit dem Kamishibai, einem japanischen Erzähltheater, vorgetragen.

    Die Rallye kann im Rahmen einer Projektwoche oder auch als Schülerausflug bzw. Ferienveranstaltung genutzt werden und wird in der Mediothek Borna durchgeführt.

    Durchführende Einrichtung: Mediothek Borna

    Ansprechpartner: Elvira Groß (e.gross@mediothek-borna.de), Katja Pompe: (k.pompe@mediothek-borna.de) oder Tel:  03433/201922

  • April 2016 - Apfelsaft und Sauerkraut - Borna

     Apfelsaft und Sauerkraut - Der neue Landkreis Leipzig

    Organisationsform: Projekttag

    Zielgruppe: Grundschule 3./4. Schuljahr

    Lehrplan:
    Sachunterricht Kl. 3 / Lernbereich 5 – Begegnung mit Raum und Zeit: Kennen des Heimatkreises
    Sachunterricht Kl. 4 / Lernbereich 1 – Zusammen leben und lernen: Kennen von Lebensgewohnheiten früher und heute in einer Stadt der Region

    Gruppengröße: max. 10 Teilnehmer; große Gruppen sind teilbar, in Kombination mit einer Stadtführung durch die Kreisstadt Borna   

    Dauer: ca. 1,5 - 2h

    Ziel des Projektes ist die gemeinsame Gestaltung einer schematischen Karte des Landkreises Leipzig.
    Um den Inhalt der Karte gemeinsam zu erarbeiten, wählen sich alle Schüler_innen aus einem Pool an Objekten einen Gegenstand ihrer Wahl aus. Jedes Objekt steht für eine typische Gegebenheit eines Ortes im Landkreis Leipzig.
    Hinter jedem Objekt steckt eine besondere Geschichte, die den Ort prägt. Das kann eine Kanne aus Email sein, die für die Emaillierwerke in Geithain steht oder eine Porzellantasse für Colditz, ein Lego-Ritter für die Burg Gnandstein oder Sauerkraut aus Neukieritzsch. Dabei erfahren die Teilnehmer_innen auch unterschiedliche Materialeigenschaften, wie z.B.  Email, Steinzeug und Porzellan, durch das Befühlen und das Hören des Klangs der unterschiedlichen Materialien.
    Stellvertretend für die Objekte gestalten die Schüler_innen dann Schablonen, die an die richtige Stelle auf die Landkreiskarte aufgebracht wird. Die Orte auf der Landkarte sind dann nicht mehr nur geografische Punkte, sondern sie sind mit Geschichten, Gebäuden, Industrie und Personen verknüpft und so können sich die Kinder leichter daran erinnern.
    Auch das Wappen des Landkreises spielt dabei eine Rolle. Dessen einzelne Motive können anhand der gerade gestalteten Karte und der darauf vorkommenden Elemente selbst erklärt werden.
    Abschließend stellt jeder sein selbst gestaltetes Motiv vor und erzählt die Geschichte zu seinem Ort. Dadurch muss jeder seinen erarbeiteten Inhalt wiederholen und die Zuhörenden bekommen die Geschichten der anderen aus dem Mund der anderen präsentiert (Peer-to-Peer).

    Vermittlungsziele:

    - Kennenlernen des eigenen Umfeldes bzw. der Heimat
    - Zuordnungen wichtiger geografischer, personengebundener, architektonischer, industrieller und naturräumlicher Besonderheiten und Gegebenheiten des neuen Landkreises Leipzig
    - Selbsterschließen von Inhalten und Lösungsfindung
    - Erkennen von unterschiedlichen Materialien
     - Assoziatives Denken

    Methode:

    - Ganzheitliche Wissensvermittlung: Ertasten/Befühlen, Hören von Gegenständen und Materialien und die Herstellung von einem assoziativen Symbol anhand des ausgewählten Objektes
    - Peer-to-Peer Vermittlung der erlernten Inhalte
    - Gezieltes Fragestellen

    Durchführende Einrichtung: Museum der Stadt Borna

    Ansprechpartner: Marie Breinl 03433 278621 oder marie.breinl@borna.de

  • März 2016 - Schülerkonzert "Hänsel und Gretel" - LSO

     

    Leipziger Symphonieorchester und Theaterakademie Sachsen in einer besonderen Kooperation

     

    Ein märchenhaftes Schülerkonzert - "Hänsel und Gretel" hautnah erleben

    Schülerkonzert "Hänsel und Gretel" im Bürgerhaus Delitzsch
    Foto: 02.03.16
     

    Nach sehr intensiven Proben war es am 2. März 2016 endlich soweit: Das erste Schülerkonzert im neuen Format, die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck, hatte im Bürgerhaus Delitzsch vor rund 300 Kindern Premiere. Die Kurzfassung der Märchenoper für Kinder entstand in einer Kooperation zwischen dem Leipziger Symphonieorchester und der Theaterakademie Sachsen mit Sitz in Delitzsch. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Chefdirigent Wolfgang Rögner, Regie führte die Leipziger Musikwissenschaftlerin Claudia Forner, die musikalische Einstudierung übernahm Stephan Gogolka.

    Damit wurde ein völlig neuer Weg beschritten. Vorangegangen war ein Treffen der Fachberaterin für Kulturelle Bildung und dem Orchester mit interessierten Schulen. Im Mittelpunkt stand, ein neues Konzept für Schülerkonzerte zu entwickeln, das sie für die Schülerinnen und Schüler zu einem ansprechenden und nachhaltigen kulturellen Bildungserlebnis werden lässt und sowohl auf die Interessen der Kinder als auch auf die Bedürfnisse der Lehrerinnen und Lehrer eingeht.

    Hierfür wurde auch ein Arbeitsblatt entwickelt, mit dem die Schüler das Konzert spielerisch selbstständig nachbereiten können.

    Die Studierenden der Theaterakademie Sachsen bereiteten sich intensiv und mit großem Enthusiasmus drei Monate auf die sehr anspruchsvollen Rollen vor, ehe im Kulturhaus Böhlen die ersten Proben gemeinsam mit dem Leipziger Symphonieorchester stattfanden. Die Premiere am 2. März und die weiteren Aufführungen im Kulturhaus „Sonne“ in Schkeuditz sowie im Kulturhaus Torgau waren ein voller Erfolg. Die Aufführungen wurden sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von den Lehrern begeistert aufgenommen.

    Eine vorerst letzte Aufführung findet am 25. Mai im Kulturhaus Böhlen statt.

    Insgesamt haben dann 1.200 Schüler die Schülerkonzerte besucht.

    Eine Zusammenarbeit der beiden Institutionen in der Spielzeit 2016/17 ist geplant.

    Durchführende Einrichtungen: Leipziger Symphonieorchester und Theaterakademie Sachsen
    Ansprechpartner Leipziger Symphonieorchester: Geschäftsführer Herr Zschoch
    Ansprechpartnerin Theaterakademie Sachsen: Geschäftsführerin Frau Bauke

  • Feb. 2016 - Straßengalerie Mutzschen - Prösitz

     

    Künstlergut Prösitz e.V.

    Straßengalerie Mutzschen

    Straßengalerie Mutzschen 2 - Projekt des Künstlergut Prösitz e.V.
    Foto: 2015
     

    Durchführungszeitraum:
    15.-30. November 2015

    Kooperationspartner:
    Grundschule Mutzschen (65 Schüler)
    Ortschaftsrat, Kirchgemeinde, Hauseigentümer, OBI und Malermeister Aurig

    Das Projekt

    Die Künstlerin Ute Hartwig Schulze bekräftigte: „Nur Visionen können zu umsetzbaren Ideen werden, die eine weitere Ortskernentwicklung im Sinne der Bewohner ermöglichen“. Ihre Vision war es, in Mutzschen mit einer Straßengalerie positiv auf den Leerstand aufmerksam zu machen. Durch die künstlerische Anregung wollte sie zur Diskussion um den Erhalt und die Nutzung der betroffenen Häuser anregen.

    „Warum nicht zuerst die Kinder fragen?“, meinte die Bildende Künstlerin Katharina Lüdicke und bestärkte damit die Idee von Frau Hartwig Schulze, leerstehende Häuser als Kunstraum zu nutzen.

    Kinder sollten im Projekt „Straßengalerie Mutzschen“ zum aktiven Nachdenken über ihre Stadt begeistert werden. Sie erhielten die Aufgabe, mit verschiedenen Installationen Räume zu gestalten, wie sie in ihren Augen sein sollten. Ganz unmittelbar trafen die Kinder so auf die Vergangenheit und beschäftigen sich im Hier und Jetzt mit dem Zukünftigen. Die zum Projekt eingeladenen Künstler hatten große Erfahrungen mit der Realisierung von Kunstprojekten im öffentlichen Raum und in der Arbeit mit Kindern. Bereits im Mai/ Juni begann die übergreifende Planung der Projektwochen. Denn zuerst mussten Gespräche mit den Stadtvätern, dem Ortsvorsteher und Hausbesitzern geführt werden. Am Ende lagen die Genehmigungen für 6 gestaltbare Häuser vor. In sechs Gruppen entstanden Kunstwerke, u.a. das etwa halbstündige Video unter Anleitung des bildenden Künstlers Hael Yxxs: „Die Prinzessin, der Prinz und der Zauberer“. Das Video wurde im Innenraum eines leerstehenden Hauses in der Hauptstraße 15 an eine große Schaufensterscheibe projiziert und war auch am Tage bei hellem Umgebungslicht von der Straße gut sichtbar. Eine Dokumentation zum Schattentheater befindet sich auf der Internetseite:

    http://www.youtube.com/watch?v=SJs61YcrU4Q&feature=em-upload_owner

    Mit der Künstlerin Katja Pudor gestaltete eine Kindergruppe das „House of Heroes“ einen Ort an dem sie Familie und Freunde gern treffen würden.

    Die Bildende Künstlerin Katharina Lüdicke arbeitete mit den Kindern zum Thema: Grau-Blind und Bunt-Sehen. Es ging um Kontraste. Das graue Haus hier, und die Wünsche der Kinder davor und darin. Sie begannen mit der Oberfläche und schauten dann hinter die Fassade, fanden Gegensätze in ihrem Inneren und vor ihren Augen. Sie fragten sich: „Welche eigenen Wünsche wollen wir nach außen hin sichtbar gestalten?“ Sie kamen zu einem Bild: Unsere Augen sind wie die Fensterscheiben der Häuser, wir sehen durch sie hindurch ins Weite und manchmal ins Innere. Wir schauen mit unseren inneren Augen und behelfen uns mit fensterrahmengroßen Brillen.

    Alle sechs gestalteten leer stehenden Häuser konnten noch weitere 4 Wochen öffentlich präsentiert werden. Das Künstlergut Prösitz führte zwei öffentliche und zwei zusätzliche Führungen auf Nachfrage durch. Im Rahmen der Entwicklung des Projektes von der Idee bis zur Umsetzung stimmte sich die Leiterin des Künstlergut Prösitz mit der Fachberaterin für Kulturelle Bildung des Kulturraumes Leipziger Raum bezüglich Finanzierungsmöglichkeiten und dafür notwendiger Voraussetzungen ab.

    Durchführende Einrichtung: Künstlergut Prösitz e.V.Ansprechpartnerin: Frau Hartwig-Schulz

  • Jan. 2016 - Steinwerkstatt - Trebsen

     

     

    Rittergut Trebsen - Steinwerkstatt
    Foto: 2015
     

    Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e.V.

    Pilotprojekt Steinwerkstatt - nachnutzbares Projekt

    Trebsen

    Das Projekt „Steinwerkstatt“ ist ein Angebot, bei dem sich die Schüler als „Steinbeißer“ und „Jäger und Sammler“ ihr Wissen über Vorgänge der Erdgeschichte bis zur Gegenwart erarbeiten. Der Verein entwickelte es mit Unterstützung der Fachberaterin für Kulturelle Bildung des Kulturraumes Leipziger Raum. Mit 20 Schülern der 5. Klasse der Oberschule Trebsen konnte im September 2015 mit dem Pilotprojekt gestartet werden.

    Die Schüler erfahren beim Sammeln von Steinen, deren Bearbeitung und Bestimmung nicht nur Wichtiges über die Leistungskräfte von Naturprozessen, sondern können damit ihr Bewusstsein für den Natur- und Umweltschutz weiter entwickeln.
    Neben der Umsetzung eigener Ideen mit Speckstein und Porenbeton kann unter der Anleitung eines erfahrenen Steinmetzen und Steinbildhauers das Bearbeiten von verschiedenen Natursteinen erprobt werden. Hier zeigt sich sehr schnell, was Steinhärte bedeutet und dass Ausdauer und Fingerfertigkeit Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektumsetzung sind.
    Zum Abschluss der Projektlaufzeit arbeiten die Schüler an einem gemeinschaftlichen Objekt, welches die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten dokumentiert. Dabei kann es sich u. a. um einen Setzkasten mit sächsischen Natursteinen oder auch ein Wandrelief als Steinmosaik handeln, welches an die Schule zur weiteren Nachnutzung übergeben wird.

    Neben dem Projekt „Steinwerkstatt“ mit einer Dauer von ca. 20 Unterrichtsstunden besteht die Möglichkeit, Teile des Programmes mit einem individuellen Zuschnitt für Interessenten zu nutzen. Als Beispiel kann der Projekttag für Schüler der Klassenstufe 3 genannt werden: eine Entdeckertour in die Welt der Steine. Von der gemeinsamen Exkursion zu den Sandbänken der Mulde, über das Spielen mit Steinen, geht es in die Steinbearbeitung und kreative Gestaltung mit Natursteinmaterialien.

    Organisationsform: als Projekttag, Projektwoche, Ganztagsangebot möglich

    Grundschule
    Lehrplan: Fach Sachkunde / Klasse 3 / Lernbereich Steine

    Oberschule
    Lehrplan: Fach Geografie / Klasse 5 / Lehrbereich Erdgeschichte, Landschaftsgenese, Gesteinskunde

    http://www.denkmalpflege-trebsen.de/

    Altersklasse- / Klassenstufe:   3./4. Schuljahr; 5./6. Schuljahr
    Gruppengröße:   Schulklasse
    Zeitumfang:   individuell nach Absprache
    Durchführende Einrichtung:   Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e.V. - Rittergut Trebsen
    Ansprechpartner:   Uwe Bielefeld, Uwe Schimmel

  • Dez. 2015 - Die Dübener Heide - Bad Düben

    Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben

    Die Dübener Heide – vom Rohstofflieferanten Holz zum Naturpark der Dübener Heide

    Bad Düben

    Die Teilnehmer erhalten eine Übersicht zur Dübener Heide, deren Landschaft, Entwicklung und Veränderungen. Außerdem werden das Hauptprodukt des Waldes und die vielfältigen Verarbeitungsmethoden des Holzes anhand des alten Handwerks in der Dübener Heide vorgestellt. Besondere Beachtung findet dabei das Handwerk der Splittmacher, Köhler und Torfstecher. Ein kurzer Abriss zur Entdeckung des Waldes in der Dübener Heide als Erholungsraum beendet dieses Angebot.

    Organisationsform: thematische Führung
    Material: Arbeitsblätter, Rätsel, Puzzle zu Objekten der Ausstellung

    Grundschule
    Lehrplan: Werken Kl. 3 / Wahlpflicht – Traditionen der Region. Sachunterricht Kl. 4 / Lernbereich 1 – Zusammen leben und lernen: Kennen von Lebensgewohnheiten früher und heute in einer Stadt der Region.

    Mittelschule Lehrplan: Technik/Computer Kl. 5 / Wahlpflicht 2 -Traditionelles Handwerk.
    Geschichte Kl. 6 / Wahlpflicht Regional- bzw. Heimatgeschichte.

    Gymnasium
    Lehrplan: Technik/Computer Kl. 5 / Wahlpflicht 2 – Traditionelles Handwerk.

    http://www.museumburgdueben.de

    Altersklasse- / Klassenstufe:    3./4. Schuljahr; 5./6. Schuljahr
    Gruppengröße:    max. 20 Schüler
    Zeitumfang:    mindestens 60 Minuten
    Durchführende Einrichtung:    Landschaftsmuseum der Dübener Heide Burg Düben, Bad Düben
    Ansprechpartnerin:    Yvette Sauer

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